Inga saß in dem großen, hellen Sprechzimmer, die Füße auf dem Schreibtisch, und wartete. Während der Schnelltester im Labor leise summend ihr Blut analysierte, wurde sie selbst immer vernünftiger.
Britta Mühlbauer: Lebenslänglich
Immer wenn ihr Sohn mit seiner Familie aus Tokio zu einem längeren Besuch da war, pflegte Kayo frühmorgens mit ihrer Enkelin Yuko spazieren zu gehen.
Koji Suzuki: Dark Water
An einem Karibikmorgen um sieben spielte auf der Insel Antigua ein gewisser Peregrine Makepiece, kurz Perry, Universalsportler und Noch-Anglistikdozent an einem renommierten Oxforder College, drei Sätze Tennis gegen einen muskulösen Mittfünfziger, einen braunäugigen Russen mit kahlem Kopf und hoheitsvoller Haltung, der Dima hieß.
John Le Carré: Verräter wie wir
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Carl Weissner, Schriftsteller und Übersetzer, der einst Beatnik-Größen wie William S. Burroughs aber auch Bob Dylan und Charles Bukowski ins Deutsche brachte, ist gestern im Alter von 71 Jahren in Mannheim verstorben.
Weissner studierte Anglistik in Bonn und Heidelberg und kam schließlich 1966 für ein Stipendium nach New York, wo er die Stars der Beatnik-Generation und der Underground-Szene kennenlernte. Die dort geschlossenen Freundschaften, wie die zum Underdog Charles Bukowski, den er in Deutschland erst zu Berühmtheit bringen sollte, begleiteten ihn Zeit seines Lebens und beeinflussten auch seinen beruflichen Werdegang stark. “Seine Amerikaner” haben ihn immer auf Trab gehalten, die vollständige Publikation und Übersetzung von Bukowskis Nachlass hat über zehn Jahre nach dessen Tod gedauert. Sein eigenes schriftstellerisches Wirken, schon früh gab er Zeitschriften wie die “Gasolin” gemeinsam mit Cut up-Künstler Jürgen Ploog heraus, stellte er hinten an. In den letzten zwei Jahren sind jedoch endlich zwei rasant geschriebene Romane Manhattan Muffdriver und Die Abenteuer von Trashman erschienen.
Mit dem Tod von Carl Weissner verlieren wir einen brillianten Übersetzer der amerikanischen Literaturszene und einen tollen Schriftsteller.